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Stefanie Ray
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Selbstironie

„Wer sich nicht selbst verspotten kann, der ist für wahr kein ernster Mann!“

Dieses Zitat von Christian Morgenstern ist über hundert Jahre alt – und erstaunlich aktuell. Mit einem kleinen Update allerdings: Über sich selbst lachen zu können, ist heute keine reine Männerangelegenheit mehr. Es ist eine Schlüsselkompetenz für uns alle.

Selbstironie ist ein zwischenmenschliches Schmiermittel. Wer sich selbst nicht zu ernst nimmt und auch über die eigenen Schrammen lachen kann, signalisiert dem Gegenüber: Wir begegnen uns auf Augenhöhe.

Ein Beispiel aus meinem Alltag:
Ich bin mit dem Fahrrad unterwegs – selbstverständlich auf dem Radweg und selbstverständlich auf der richtigen Seite. (Nie im Leben würde ich mir anmaßen, eine Verkehrsregel zu brechen!!!)

Von weitem sehe ich einen Mann, der mitten auf dem Radweg steht und sich unterhält. Ich komme näher, sehe die Uniform: Ordnungsamt.
Innerlich spannt sich bei mir sofort alles an. Kennt ihr das? Dieses automatische Gedankenkarussell: Hab ich falsch geparkt? Hat mein Rad Licht, Bremse, Klingel? Was könnte ich sonst noch übersehen haben?

Doch es kam anders. Er sah mich rechtzeitig, sprang zur Seite, grinste mich an, verzog spaßig-schuldbewusst das Gesicht und rief: „Ups!“

Freie Bahn für mich – und wir beide lachen.

Was da passiert ist, war kein großer Witz, sondern Selbstironie im besten Sinne. Ein Mitarbeiter mit Autorität nimmt sich selbst kurz auf die Schippe. Das bricht Spannung, überwindet Hierarchie und schafft Verbindung.
Oder anders gesagt: Es baut Bande.

Und genau das kann Selbstironie leisten – im Straßenverkehr genauso wie im Berufsalltag. Sie entspannt Gespräche, schafft Nähe, hinterlässt Sympathie und erhöht ganz nebenbei auch die Aufnahmebereitschaft des Gegenübers.

Wichtig dabei: Gekonnt eingesetzte Selbstironie untergräbt nicht das eigene Können. Im Gegenteil. Sie zeigt Selbstbewusstsein. Sie sagt: Ich bin nicht perfekt – und ich stehe dazu.

Ein Zitat lautet: „Selbstironie ist die Kunst, sich so durch den Kakao zu ziehen, dass er noch schmeckt.“
Ich würde sagen: Selbstironie ist die Kunst, sich so durch den Kakao zu ziehen, dass er noch besser schmeckt.

Bei mir hat’s funktioniert, ich freu mich jetzt, wenn ich jemanden vom Ordnungsamt sehe.

Außer natürlich, ich hab doch mal ein bisschen falsch geparkt …

PS: Das Bild ist selbstverständlich KI-generiert. Fahrradfahren und gleichzeitig fotografieren – das würde ich niemals tun. 😉

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